Meine liebsten Leute,
mit tanto fretta (viel Eile) schreib ich diesen Blogbeitrag. Wir sind grade von 2 Tagen im Nichts heimgekommen und ich muss meinen Weg noch schnell in eine Dusche und mein Bett finden.

Mir fehlt mein Zuhause und meine Sprache so sehr, dass ich jedes Mal das Gespräch mit deutschen Wanderern gesucht hab, die zufällig am Haus im Nichts vorbeigewandert sind! Ei Mamma Mia! Wie weit ist es mit mir gekommen?!

Gestern hab ich meiner Mittleren und der Tochter der Gastfamilie die Haare in Form eines Herzens geflochten. Es hat überraschend gut gehalten und allen super gefallen! Heute haben sie sogar noch Blumen mit reingeflochten bekommen.

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Mit meiner Mittleren, mit der ich noch immer wieder ein paar Schwierigkeiten wegen Kratzen und Schlagen hab (sie kratzt mich. Keine Sorge, Leute, meine Fingernägel bleiben bei mir, bis ich sie schneide und in den Mistkübel fallen lasse!!) hab ich heute Verstecken (nascondino) gespielt. Irgendwann hat sie sich auf die urige, selbstgemachte Holzschaukel gelegt und mir erklärt, sie sei ein Stein und ich könne sie nicht finden auf Grund dessen. Das ist natürlich logisch, hat mich aber nicht davon abgehalten einen gewissen Stein aufzusammeln und mit ihm gemeinsam zu schaukeln. Sie hat überraschend lange in ihrer Steinposition verharrt und es war für mich ein sehr süßer Bonding Moment.
Ich bin mir schon fast sicher, dass sie mich an meinem letzten Tag hier kein einziges Mal schlagen wird! 💪

Wir haben zum Mittagessen eine Wanderung zu einem Bergrestaurant gemacht, wo ich einen Apfelsaft g’spritzt getrunken hab und dann sehr mildes und süßes Sauerkraut mit Polenta und regionalem Käse (zum Glück kein Gorgonzola) gegessen hab. Hinter dem Restaurant hat es ein Pony, einen Esel und einen Maulesel gegeben, die die Mädels alle sofort in ihren Bann gezogen haben. Wie der Restaurantbesitzer sie dann raus ins Freie zum Grasen geführt hat, war meine Mittlere nicht mehr ganz so mutig und wollte unbedingt auf den Arm genommen werden. Ich hab das nur wortwörtlich gemacht. Sie hat unglaubliche Angst vor großen Tieren und ich hab als Bedingung, dass wir weggehen gestellt, dass sie das liebe Pony – der Maulesel war aggressiv – erst streicheln müsse. Das hat sie getan, also sind wir dann auch wieder gegangen. Ein kleiner Erfolg, den ich ihr in Zukunft in ängstlichen Situationen unter die Nase reiben werde. Der süße Duft des Erfolges…

Als wir dann gegangen sind, hat uns der Restaurantbesitzer auf seiner Ziehharmonika zwei Lieder gespielt, während mein Gastvater auf des Restaurants Krachstock geschlögelt hat. Hätte ich nicht diesen Husten, hätte ich ja mitgejodelt, aber…

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Naja, jetzt sind wir wieder in Romeno und ich bin vor meiner Dusche noch schne zur W-Lan Insel gehuscht.

Meine Füße stinken… Hands up ✋, wer die Referenz erkennt.

Ich wünsche geruchsfreie Träume,
Sophie

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