Liebste Leute,
Was für ein Tag!

Aufgeweckt von der Sonne. Frühstück mit Nutella und freundlichen Gesichtern. Ein Spaziergang… Perfekter Start in den Tag!

Nach jenem außerordentlich un-italienischen Frühstück, weil die andere Au Pair und ich die Nutella auf Brot statt auf Zwieback gegessen haben, ist sie mit ihrer Familie schwimmen gegangen. Nachdem sie im Auto einen Platz zu wenig gehabt haben, hab ich mir ein bisschen Zeit genommen, um meinen Koffer zu reorganisieren, nachdem die Ordnung darin eindeutig Flucht geschrien hat. Sobald er wieder leicht schließbar war, hab ich mir meine kleine City-Tasche geschnappt und bin zur Piazza spaziert. Povo ist ein kleiner, reicher Vorort zu Trento. Man braucht 20 Minuten mit dem Bus und ist schon in der Stadtmitte von Trento.

Auf der Piazza gibt es Gratis W-Lan, welches ich genutzt hab, um meinen Blog upzudaten und ein bisschen den Kontakt zu meinen Freunden zu pflegen, die ich in Österreich gelassen hab.
Währenddessen hab ich Fonzies gegessen. Viele von euch haben mich wahrscheinlich schon drüber reden hören. Das ist der Snack, auf den ich mich in Italien am meisten gefreut hab! Es sind komische Maisplops mit Käsegeschmack! Wenn ich Zeit hab mir die zu kaufen, dann ist das ein echt toller Tag!

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Aufgrund des wundervollen Wetters hab ich gleich noch einen Spaziergang durch das hügelige Povo gemacht. Teilweise ist ein Bach neben der Straße geflossen, der wie auf einer Yoga-CD geklungen hat.

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Und dann als kleiner Abschluss hab ich mir ein Eis gegönnt. Holunderblüte (Fior di Sambucco) und Apfeltorte (Torta di Mele)! Holunderblüten sind hier in Trentino voll der Renner! Genauso wie frisches Kraut. Die sind bei fast jedem Essen dabei.

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Um Eins hab ich dann den kleinen Spaziergang zurück angetreten und mit der Familie bei der ich schlafen durfte mittaggegessen. Die Mutter der Familie ist befreundet mit einer der beiden Familien, die mich angefragt haben, also hat sie die angerufen und organisiert, dass ich den Nachmittag mit ihr und den Kindern verbringen kann.

Um zwei ist sie dann mit ihrem Kleinsten gekommen, der noch nie in der Wohnung dieser Familie hier war und drum ein bisserl schüchtern. Ich bin dann mit ihnen mitgefahren, um ihre andern zwei abzuholen, die bei Freunden übernachtet haben. Der Kleinste ist fast 3 Jahre alt, die Mittlere ist spritzige 6 und der Älteste ist fast 9, hat er mir stolz erzählt.
Wir sind mit drei anderen Müttern, zu je 3 Kindern, in einen Park gefahren, wo mich das Mädel und ihre beste Freundin gleich total adoptiert haben. Ich hab quasi nichts machen müssen außer ihnen zu folgen und auf ihre Kreativitäten und Geschichten einzugehn. Es ist nur so aus ihnen rausgesprudelt! Den Kleinsten hab ich geschaukelt und dann hat er mich geliebt. Den Rest des Tages ist er dauernd zu mir hergekommen und hat mich ur fest umarmt.
Den Großen hab ich kaum gesehen, weil er mit seinen Freunden immer ein Stücki weiter vorn war.

Nach dem Park und einem Schokodonut sind wir den Berg nebenan ein bisserl raufgegangen, bis wir in ein kleines Museum der Instrumente (museo degli strumenti) gekommen sind. Wir haben eine Führung durch die Instrumente Europas, Afrikas und Asiens bekommen. Im Asienraum hat es eine Messingschüssel gegeben, ich glaube, dass es Messing war. Wenn man diese mit Wasser füllt und dann mit kreisförmigen Bewegungen des Schlögels in Schwingung bringt, schaut es aus, als würde das Wasser kochen. Wenn man sich dieselbe Schüssel auf den Rücken drücken lässt und die Person, die die Schüssel hält, versetzt sie in Schwingung, bekommt man eine mega angenehme Gratismassage, wo nachher noch der ganze Rücken kribbelt. Spreche hier aus Erfahrung.

Zum Abendessen sind wir dann zu ihrem Haus gefahren. Der Kleine ist im Auto eingeschlafen und es begab sich, er erwachte erst am nächsten Morgen. Ich hab mit den Großen und den Eltern geplaudert und mir alles zeigen lassen. Der Vater hat uns eine Pasta gemacht und danach hat es was gegeben? Gemüse! Frisches Kraut, Gurken, Paradeiser, oooh ja!
Der Vater lernt seit 2 Jahren Deutsch. Also er hat vorletztes Jahr einen Kurs im Level A1 gemacht und letztes eins im Level A2. Er hat mir beigebracht, dass Obst und Gemüse im Deutschen meistens den Artikel „die“ hat.

Nach dem Abendessen hat mich die Mutter wieder zur anderen Au Pair gefahren, wo 2 andere Familien zu Besuch waren. Beim Schlafen gehen hat mir die Au Pair erzählt, dass eine der beiden Familien am Sonntag mit meiner Ex-Gastfamilie ans Meer fahrt 😧

Das war’s von meinem ersten ganzen Tag in Arbeitslosigkeit!
Sophie

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