Meine liebsten Leute,
Ausdauer zahlt sich aus!
Ich bin nach dem Mittagessen immer so müde, dass ich denk, ich könne nix mehr an dem Tag machen, aber jetzt hab ich doch noch bis 23 Uhr gemacht und der Tag war echt nicht schlecht!

Gestern hab ich mir mit der Erin, einer Au Pair aus Großbritannien, ausgemacht, dass wir unsere Gastkinder verkuppeln und uns heute im Park in Oltrecastello treffen. Der ist in 5 minütiger Gehreichweite von unserer Wohnung hier und der Lieblingsspielplatz von allen Kindern in 10 minütiger Autoreichweite. Wer auch immer kann, der kommt zu diesem Park Spielplatz.

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Purtroppo (Leider) war ihre 2 Jährige traurig, weil ihre große Schwester heute im Hort war und daher nicht sehr interaktiv, weswegen jede Au Pair dann mit ihren eigenen Kindern auf einem fast leeren Spielplatz gespielt und der anderen hin und wieder einen bedeutungsschwangeren Blick zugeworfen hat.

Der 5 minütige Heimweg wäre zwar das Ideal gewesen, aufgrund einer aufmüpfigen 6-Jährigen, die alleine nachkommen wollte, zog er sich dann aber zu einer halben Stunde hin. Es hat mir zwar furchtbar leid getan, aber es war auch furchtbar anstrengend zu versuchen die kleine Schnecke den Berg raufzuziehen. (Ja, wir wohnen am Berg. Es ist Trento, hier gibt es nur Berg!)

Zum Mittagessen hat es riso della strega (Hexenreis) gegeben. So hat der kleine Giulio ihn zumindest benannt, weil der dunkle Reis das Kochwasser lila gefärbt hat.

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Meine offizielle Mittagspause, in der ich regelmäßig entweder schlafe oder in ein Wachkoma falle, habe ich mit einem Film überbrückt. Insel der Abenteuer hab ich auf meinem Laptop entdeckt! Ich fühle mich mehr und mehr wie eine Person! Ich lese, ich schaue Film, ich habe Freizeit!!! Ach ist das Leben herrlich!

Apropos Freizeit, nach der einen Stunde, die ich nachmittags arbeite – wo absolut nichts Spannendes passiert ist, weil der Kleine geschlafen hat und die Beatrice im Garten mit ihrer Cousine gespielt hat – hab ich mich auf der Piazza mit der Erin von heut Vormittag getroffen. Wir haben uns ein Eis geschnappt (ich mit Panna – Schlagobers -, der mir nach 2 Schritten auf den Boden gefallen ist) und haben einen Spaziergang gemacht, bei dem wir uns drüber unterhalten haben, was für eine komische Situation Au Pair sein eigentlich ist. Man lebt bei fremden Leuten, der Weg zur Arbeit ist ein Schritt aus der Zimmertür, man ist für Kinder zuständig, die nicht seine eigenen sind, und und und.
Es war total lustig mit ihr zu plaudern und ich bin jetzt total erleichtert, weil ich weiß, dass nicht nur ich mir denk, dass es eine komische Situation ist.

Dann am Abend haben die Eltern von meinem Gastvater, dem Alessandro, Obst und Gemüse aus ihrem Garten vorbeigebracht, worauf mich die Monica schnell gefragt hab, ob ich mit ihr mit dem Hund Gassi gehen mag. Für gute 1 1/2 Stunden sind wir ihrer Schwiegermutter aus dem Weg gegangen und sind von Dorf zu Dorf gewandert. (Mehr zur Schwiegermutter: siehe Tag 21)
Abendworkout? Check!

In 8 Stunden geht es wieder los für mich! Gute Nacht,
Sophie

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