Meine liebsten Leute,
gestern beim Spaziergang hat meine Gastmutter mir Verona so richtig schmackhaft gemacht. Die Stadt ist nur eine Zugstunde entfernt und kostet nur 7,70€ in eine Richtung!

Ja!, hat mein Abenteurerherz geschrien und ich bin heute um 8 Uhr aufgestanden. Alleine mit mir und mir selber bin ich in die Stadt von Romeo und Giulietta (Romeeo und Dschulietta, wie sie in Italien genannt werden) gereist.

Knappe 100 Kilometer weiter im Süden gelegen, ist die Stadt gleich viel italienischer als Trento! Eine Straße, die die italienische Version der Praterstraße in Wien ist, – Corsa Porta Nuova für alle Google Liveviewer – hat mich zur Arena (ein Amphitheater in der Mitte der Stadt) geführt.

image

Von der Arena weg führt eine menschengefüllte Einkaufsstraße, in die ich mich sofort gestürzt habe. Natürlich nicht in die Geschäfte, die waren alle nur so no-name Dinger wie Emporio Armani, Gucci, und so weiter. Die Häuser über den Geschäften waren jedoch alle so typisch italienisch, dass es wie Schnee zu Weihnachten für meine Augen war. An Schnee war bei der herunterprallenden Sonne jedoch glücklicherweise nicht zu denken! In den teuren Disneyshop hab ich mich doch reingewagt. So etwa hab ich ja schließlich noch nie gesehn, aber mir ist nur angry Cinderella begegnet, also bin ich wieder raus in die Sonne gegangen.

image

An einer tollen Piazza vorbei (alle Piazzen sind hier total toll!), abgebogen in eine weitere volle Straße und schon war ich am Hotspot Veronas:
La casa ed il balcone della Giulietta!
Das Haus und der Balkon der Julia!
Wie ein braver Tourist hab ich ein Foto mit mir und der rechten Brust der Julia gemacht. Davor hab ich schnell nachgegoogelt, warum man das überhaupt macht und habe herausgefunden, dass das Glück in der Liebe bringen soll. Kann ja nicht schaden!

image

Hungrig nach sowohl schönen Sehenswürdigkeiten als auch Essen, hab ich mich weiter durch die Stadt geschlagen. Fündig nach beidem bin ich geworden, als ich meine Pizza mit Erdäpfeln drauf (das war so schräg, dass ich das gleich probieren hab müssen) vor der Kirche Sant’Anastasia gegessen hab.

image
Die Pizza.
image
Die Kirche.

Weiter ging es mit mir! Ich hab den Duomo (Dom) nur von außen gesehen, weil es eine Schlange beim Eingang gegeben hat. Zwar nur eine Menschenschlange, aber die kann mit einer vollen Blase genauso gefährlich sein! Aufgrund der steigend dringenden Situation hab ich mich in Bewegung behalten und schon bald ein tolles Meloneneis gefunden. Nichts lenkt einen so gut ab, wie ein tolles Meloneneis!

Auf der anderen Seite des Flusses Adige (Adidsche) – der Seite ohne Touristen – bin ich dann ein bisschen rumspaziert, bis ich eine römische Brücke gefunden hab und mich dann wieder auf die Touristenseite begeben hab.

image

Ich hab ein bisserl in die Geschäfte geschaut, mir meine obligatorische Schneekugel gekauft, bis ich dann eine interessante Bücherei gefunden hab. Drinnen war nämlich auch eine Bäckerei, somit war es also eine Bückerei oder eine Bächerei! Im Obergeschoss hat es eine kleine Fotoausstellung von lustigen Straßensituationen gegeben.

image

Ich hab so viele Fotos gemacht, ich glaub mein Handy platzt!

Und jetzt am Abend hab ich mich mit der Hanna getroffen, einer Au Pair aus Schottland, die erst 2 Tage hier ist und die klassische Au Pair Überforderung hat. Je mehr ich mit Au Pairs rede, desto mehr komm ich drauf, dass es für alle die ersten paar Wochen echt schwierig ist. Am Ende der 2 Monate werd ich Tipps für ein erfolgreiches Überleben als Au Pair posten!
Wir haben einen Stadtspaziergang gemacht und heute war ein Straßenkünstler Festival mit Musikern und Seiltänzern an jeder Ecke!! Sehr cool!

Eine solche Erfahrung zahlt sich unter den richtigen Bedingungen wirklich aus!!
Und das war auch alles von mir heute!
Sophie

Advertisements