Meine liebsten Leute,
mein vorletzter Tag hier ist gekommen und gegangen. Ein letztes Mal hab ich den Giulio in den Kindergarten gebracht, ein letztes Mal seine Schuhe aus- und seine Schlapfen angezogen, ihn ein letztes Mal geduscht (nicht unbedingt in der Reihenfolge).

Damit ich nicht ganz verrückt werde, ob der baldigen Heimreise, bin ich nach Bozen gefahren (worden). Ich wollte nicht mim Zug fahren, weil ich morgen 7 Stunden im Zug sitze und weil der Zug mega teuer ist. Also hab ich Blablacar probiert, ich möchte hier keine Werbung machen, aber man muss den Fakten treu bleiben! Man meldet sich auf deren Internetseite an, gibt an von wo und wohin und wann man fahren möchte und kontaktiert dann einen von den vorgeschlagenen Fahrern. So bin ich für 3 Euro mit einer Physiotherapeutin mitgefahren und mit einem Lehrer für Mathematik und Physik zurückgefahren, der als Nachmittagssnack eine rohe Zwiebel gegessen hat. Er hat sich dafür ganz lieb entschuldigt und nachdem die Unterhaltung mit ihm so lustig war, hab ich’s ihm (mit offenem Fenster) schnell vergeben.

Ich hab gedacht, Bozen sei die große Stadt, dabei ist es nur ein kleines Dorfli. Trento hat echt eine lustige Lage: die nächste Stadt südlich ist Verona, das total italienisch ist und die nächste Stadt nördlich ist Bozen, was total österreichisch ist. Trento ist da ein amüsanter Mix in der Mitte.

Bozens Einkaufsstraße mündet in eine Marktstraße mit Straßenständen! Es waren relativ viele Leute, die herumgewuselt sind, aber alle waren sehr entspannt, nicht wie am Naschmarkt in Wien, was dem Ganzen eine besondere Atmosphäre gegeben hat.

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Die Dachschindeln des Bozner Dom ergeben ein Muster, das mich sehr an das vom Stephansdom erinnert hat, nur waren die Farben relativ italienisch, moosgrün und gelb.

Again in Trento, I met with Erin and Anete and we bought ourselves some food and I even bought little snacks for tomorrow. Not very healthy snacks, I might add. We originally intended to go to Trento’s Oktoberfest, but upon hearing the hotspot of the night was elsewhere, I was almost relieved, as I have not brought my Dirndl along 😮
To wait until the bars filled with people, we sat on a stone cold bench (made of stone) in the train station, where we chatted and took a million selfies. I even taught Erin, the microwave-spoiled English girl, that if your tea goes cold, you can heat it up on the stove. We laughed tears when she looked at me – completely shocked – and said: I never thought of that!
Ya learn something new every day 😂
So instead, Erin, Tommaso and I went to this underground bar – and underground is meant literally here – where there’s boardgames, tea and live music. We played shit the jack naked, MauMau, Mikado and Dominoes until it hurt keeping my eyes open and my voice changed into the voice of a chainsmoker.

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In the rain and past 1 in the morning, Erin and I said our goodbyes until 2017, where we will travel somewhere together! Will it be southern Italy, France, Asia? We don’t know yet, but it will happen! I did not cry saying goodbye to Erin, but it was a close call. I’ll miss you terribly, my wonderful elf. You’ll never live that one down 😛

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By the way, I forgot to buy Briscola cards like the ones you see in the picture. I will have to return to Italy soon to remedy my mistake.

Around 1.30 I fell into bed in Povo for the very last time.
Sophie

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