Mein liebster Leser,
es besteht eine sehr große Wahrscheinlichkeit, dass wir auf Facebook befreundet sind. Schließlich bekundige ich jeden neuen Post auf ebenjener sozialen Plattform. Nachdem du, lieber Leser, ein belesenes Wesen bist, hast du sicher auch bemerkt, dass die Überschrift dieses aktuellen Postings „Freundschaft“ ist.

Keine Sorge, das ist keine Beschwerde darüber, dass wir uns durch die sozialen Medien einreden lassen, dass wir wirklich 573 Freunde haben.
Nein, das hier ist viel mehr eine Ode an die Freundschaft, oder genauer gesagt, eine Ode an meine Freunde und für die, die das nicht betrifft: meine Definition von Freunde.

Als ich gegen Mitternacht das Licht abgedreht hab und mich im Dunkeln zu Bett begeben wollte, hab ich nebenbei der Yolanda „Gute Nacht“ gesagt. Viele von euch wissen, dass ich 4 wundersüße Hasen habe. Die sind aber im Garten und nicht in meinem Zimmer und keins von ihnen heißt Yolanda. Denn „Yollie“ ist meine Zimmerpflanze. Ja, ich bekenne mich dazu mit meiner Drachenpalme zu reden, was mich aber auch immer wieder zum Schmunzeln bringt. Bin ich doch schon manchmal eine sehr schräge Person.

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Doch, und an dieser Stelle beginnt meine Ode, hab ich letztens ein paar Freundinnen bei mir gehabt und sie erstaunen mich immer wieder mit der Leichtigkeit mit der sie meine Schrägheiten annehmen. So war die Yollie einfach ein Teil des Frage-Antwort Spiels, das wir gespielt haben.

An einem anderen Tag bin ich mit einer Freundin spazieren gegangen und für Stunden war es Unterhaltung genug einfach miteinander zu reden und streng gehütete Geheimnisse sind nur so aus uns rausgesprudelt, weil wir gewusst haben, dass sie die nötige Anerkennung bekommen.

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Und dann gibt es noch die Momente, wo ich eine Frage stell, die jemand anderer für respektlos halten würde, aber die Person kennt mich gut genug um zu wissen, dass ich schlicht und ergreifend neugierig bin und nichts Böses im Sinn habe, sodass sie mir einfach eine knappe Antwort gibt.

Oft reicht ein Blick, ein Händedruck, eine Umarmung oder eine furchtbar schreckliche Grimasse, um etwas zu vermitteln, das Jahre brauchen würde, wenn man es in Worte zu fassen versucht.

An schlechteren Tagen frag ich mich, was meine Freunde überhaupt an einer Freundschaft mit mir finden. Der Grund ist simpel: Sie haben genauso viel Spaß mit mir, wie ich mit ihnen.

Sophie

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