Liebste Leute,

heute gibt es für euch kleine Text-Fetzerl an lustigen Sachen, die die Kinder gesagt haben und Fotos:

Am Spielplatz haben wir Indianer gespielt, die ein Lagerfeuer zusammenstellen. Dafür haben wir verschiedenste Sachen gesammelt. Irgendwann sagt die Beatrice: 

Prendo una roba!“ („Ich hol ein Ding!“) und geht ums Eck.

Drauf dreht sich der Giulio auf der Ferse um und sagt: „Anch’io la devo prendere“ („Ich muss das Ding auch holen“)

Indianer beim Bohnensammeln..

Wieder zuhause hab ich der Alessia, der 6 jährigen Cousine, die im selben Haus wohnt, erzählt, dass ich gern barfuß geh und wen kenn, der seit ein paar Wochen auch in der Stadt barfuß geht. Drauf sie: „Ma in città non si può andare scalze. Tutti ti pensano una persona povera.“ („Aber in der Stadt kann man nicht barfuß gehn. Alle halten dich dann für eine arme Person.“)

Die Beatrice, ich und die Alessia, die nicht in der Stadt barfuß geht.

Direkt neben dem Schwimmbad ist das Spital, von wo aus der Helikopter alle 10 Minuten aufsteiSophia
ch einem Mittagessen bei den Großeltern im Stock drunter sind wir ins Schwimmbad in Trento gefahren, wo ich letztes Jahr mit meiner ersten Katastrophen-Gastfamilie schon amal war. Das bedeutet, ich hab mich viel umgeschaut, ob es vielleicht ein Gesicht gibt, dem ich ausweichen sollte.

Mein Badezeug hab ich in Linz vergessen, was bedeutet, dass ich einen Badeanzug im Baywatch-Schnitt von meiner Gastmama ausgeborgt hab, der eh schon bissl zu klein war. Noch dazu kommt, dass in allen Bädern in Trentino und Südtirol Badehaubenpflicht herrscht. Ich war also ziemlich gut verkleidet. Hätte mich jemand gesehen, hätten sie mich wahrscheinlich nicht erkannt. Noch nie war ich so glücklich, dass mich niemand hier kennt.

Wie man das so macht in Italien, haben wir auch Eis gegessen und ich kann meine zwei Sorten (offiziell Himbeersorbet und Schlagobers) nur als Himbeermarmelade-Zuckerschaum und Marshmallow beschreiben. 

Adesso sono tutta piena. (Jetzt bin ich bummvoll). Das Leben hier ist wortwörtlich keine leichte Kost. Obwohl, wenn ich so überleg, im Vergleich zur traditionell österreichischen Küche vielleicht schon.

Das war’s wieder von mir,

buona notte,

Sophia

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